Ankreidung Nr.37

Ich habe vor ein paar Jahren an einer Tankstelle in der Nähe vom Roßdörfer-Platz gearbeitet. Unsere Mitarbeiter-Toilette war draußen um die Ecke. Als ich kurz Pause machte und aufs Klo wollte, habe ich durch das gekippte Fenster ein Stöhnen hören können. Der (Stamm-)Kunde, den ich zuvor bedient hatte, ist mir gefolgt und hat mich bespannt. Aus Reflex habe ich das Fenster zugeknallt. Als ich herauskam, hat er alles geleugnet, ist abgehauen und kam danach nie wieder. Die Polizei konnte nichts machen, da ich seinen Namen nicht kannte. Ich habe dann erst einmal nicht mehr dort arbeiten können.

Dass es sich hierbei um sexuelle Belästigung und eine Verletzung der persönlichen Grenzen handelt, sollte klar sein!
Dass die Polizei nichts weiter tun konnte, ist leider kein Einzelfall! Deshalb ist es umso wichtiger, präventive Arbeit zu leisten, denn, wenn (sexuelle) Belästigung thematisiert statt als Thema tabuisiert wird, ist es schwerer, in der Öffentlichkeit Belästigung auszuüben.

Und noch ein paar Fakten:
Es gibt kein Gesetz, nachdem Voyeurismus unter Strafe steht. Hier gilt §185 StGB, womit Voyeurismus unter die Beleidigung fällt.
Voyeurismus steht nur im Zusammenhang mit der Aufzeichnung der Intimsituation im StGB: § 201a S
tGB.

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