Ankreidung Nr.38

Ich kam vor ca. 4 Jahren um 5 Uhr morgens nach dem Urlaub am Luisenplatz mit meinem Koffer an. Ich hab mich ins Häuschen gesetzt und auf meine Bahn gewartet. Ein älterer Mann kam vorbei und sprach mich auf Englisch an. Ich dachte, er will nur ein bisschen quatschten und bin auf die Unterhaltung eingegangen. Irgendwann fragte er mich, ob ich einen Freund habe und ich bejahte das. Dann fragte er, wo er denn ist und ich habe versucht, mir eine Story zusammenzustellen. Als ich gehen/flüchten wollte, hielt er mich fest und umarmte mich fest, rieb sich an mir und meinte, er möchte mit mir schlafen und mich küssen etc. Ich konnte mich gerade so noch wegdrücken und weinend in die Bahn rennen. Das Traurige an der ganzen Sache ist, ich war nicht alleine am Luisenplatz und keiner! hat mir geholfen. Ich bereue es total, nicht zur Polizei gegangen zu sein. Ich war aber so perplex, dass ich nur wegrennen wollte.Ich kam vor ca. 4 Jahren um 5 Uhr morgens nach dem Urlaub am Luisenplatz mit meinem Koffer an. Ich hab mich ins Häuschen gesetzt und auf meine Bahn gewartet. Ein älterer Mann kam vorbei und sprach mich auf Englisch an. Ich dachte, er will nur ein bisschen quatschten und bin auf die Unterhaltung eingegangen. Irgendwann fragte er mich, ob ich einen Freund habe und ich bejahte das. Dann fragte er, wo er denn ist und ich habe versucht, mir eine Story zusammenzustellen. Als ich gehen/flüchten wollte, hielt er mich fest und umarmte mich fest, rieb sich an mir und meinte, er möchte mit mir schlafen und mich küssen etc. Ich konnte mich gerade so noch wegdrücken und weinend in die Bahn rennen.
Das Traurige an der ganzen Sache ist, ich war nicht alleine am Luisenplatz und keiner! hat mir geholfen. Ich bereue es total, nicht zur Polizei gegangen zu sein. Ich war aber so perplex, dass ich nur wegrennen wollte.
Ich muss dazu sagen, dass war das zweite Mal, dass ich Belästigung erlebt habe. Mittlerweile ist mir das in Darmstadt schon fünf Mal passiert. Zwar nicht so schlimm wie diese Story, aber es hat mich auf jeden Fall verändert. Ich höre keine Musik mehr, wenn es dunkel wird und schaue mich immer ganz genau um.

Belästigung wird nicht dadurch verschwinden, dass es keine Täter*innen mehr gibt. Die gesamte Gesellschaft muss ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass (sexuelle) Belästigung grenzüberschreitend ist und Folgen für die Betroffenen hat! Auch wenn man sich weder zur Gruppe der Opfer oder der Täter zählt, ist es wichtig, aufmerksam zu sein und anderen in Notsituationen zu helfen. Jede Form des Beistandes ist hilfreich. Gemeinsam gegen Belästigung!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: