Ankreidung Nr.54

Ich fuhr gegen 12 Uhr mittags mit der Bahn nach Hause, als mich ein älterer Mann mit seinem Rad beobachtete. Er stellte sich zu mir, obwohl die Haltestelle komplett leer war. Daraufhin ging ich auf etwa 2 Meter Abstand, da mir das Ganze komisch vorkam. In der Bahn bemerkte ich, wie ich beobachtet wurde. Der Mann saß direkt vor mir und konnte somit sehen, wann ich aussteige. Auf meinem Heimweg habe ich die Möglichkeit an Station A oder B auszusteigen. Ich entschied mich dazu bei A ausszusteigen, da dort mein Wahllokal auf dem Weg lag. Als die Bahn hielt, wartete ich einen kurzen Moment bis ich ausstieg, da ich sehen wollte, ob dieser Mann ebenfalls aussteigt oder nicht. Als ich dann kurz vor Schließen der Türen aufgestanden bin, stand auch der Mann ruckartig mit seinem Fahrrad auf und stieg ebenfalls aus. In diesem Moment wurde mir so schlecht, dass ich erst einmal stehen geblieben bin, um ihn vorfahren zu lassen. Als wir einen Abstand von circa 10 Metern hatten, hielt er an und drehte sich zu mir um und tat dabei so, als würde er seinen Gepäckträger reparieren. Als ich an ihm vorbeigelaufen bin, tat ich so, als würde ich mir meine Schuhe binden. Er überholte mich erneut, aber wartete auf die selbe Art und Weise in einer Gasse. Da nur noch wenige Menschen um mich herum waren, fing ich an, bis zu meinem Wahllokal zu rennen. Der Mann folgte mir weiterhin. Zu meiner Rechten stand plötzlich ein anderer älterer Mann, der mir Hoffnung gab, sodass ich meinen Verfolger angeschrien habe. Ich schrie: “ Hören Sie auf mich zu verfolgen oder ich rufe die Polizei“. Mein Verfolger stellte mich als verrückt dar und der ältere Mann lachte mich aus. In meinem Wahllokal rief ich mit meinen 19 Jahren meine Mutter an, dass sie mich auf die letzten 50 Meter bitte abholen soll. Den Mann habe ich danach nur noch einmal gesehen.

Eine weitere Erfahrung von Verfolgung. Das ist einfach nur gruselig und falsch! Über Belästigung darf nicht gelacht werden. Wer Zeuge von sexueller Belästigung wird, sollte helfen.
Dabei geht es nicht nur darum, die Belästigung zu beenden, sondern auch darum, der betroffenen Person Beistand zu leisten!

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