Ankreidung Nr.81

2014 wurde ich nachts auf dem Rückweg vom Karlshof nach Hause auf der Höhe des Burger Kings sexuell genötigt. Ein Fremder hielt mir den Mund zu und schob mir seine Hand unter den Rock. Ich konnte mich erfolgreich wehren und beschimpfte ihn, während er vor mir wegrannte. Derselbe Mann hat anscheinend zwei andere Frauen in der selben Nacht und vermutlich ein 14 jähriges Mädchen angegriffen. Mit mir sind wir vier, die es angezeigt haben. Mein Verfahren wurde nach vier Monaten eingestellt. Danach hatte ich Probleme in Vorlesungen zu gehen, da der Männeranteil 80% beträgt und alle stärker als ich sind.

Auch wenn Täter*innen nicht immer durch eine Anzeige bei der Polizei gefasst werden, sollte man sich dadurch nicht entmutigen lassen, eine Anzeige zu erstatten.
Und auch hier noch einmal der Hinweis:
Zur Polizei zu gehen, kann eine enorme Belastung für Betroffene bedeuten. Es ist kein Zeichen der Schwäche, nicht zur Polizei zu gehen. Wenn man keine Anzeige erstattet, sind Täter*innen dadurch nicht weniger schuldig und Betroffene erlangen dadurch keine Mitschuld!

Durch Prävention, indem mehr Menschen aufmerksam gegenüber der Problematik der (sexuellen) Belästigung sind, können solche Situationen reduziert werden.

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