Ankreidung Nr.116

Ich abreite als Zahnarzthelferin und wir hatten einen Patienten zur Behandlung dort.
Die Ärztin und ich führten die Behandlung ganz normal durch bis der Mann sich während der Behandlung in die Unterhose griff und an seinem Pe*** rumspielte. Wir haben uns nichts anmerken lassen und ignorierten es. Das Ganze ging bis zum Ende der Behandlung… Schlussendlich gingen wir zu unserem Chef, um ihm dies mitzuteilen. Er belächelte das Ganze und meinte daraufhin, dass es doch ein Zeichen war, dass dieser Typ uns attraktiv fand. unmöglich !!!

Sexuelle Belästigung ist kein Kompliment! Arbeitgeber:innen sind dazu verpflichtet, ihre Mitarbeiter:innen vor sexueller Belästigung zu schützen (§12 (3) des AGG). Die Gesellschaft muss sexuelle Belästigung als Problem und falsches Verhalten anerkennen; es liegt nicht an den Betroffenen ihre Einstellung und Wahrnehmung zu ändern.

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
§ 12 Maßnahmen und Pflichten des Arbeitgebers

(1) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz vor Benachteiligungen wegen eines in § 1 genannten Grundes zu treffen. Dieser Schutz umfasst auch vorbeugende Maßnahmen.

(2) Der Arbeitgeber soll in geeigneter Art und Weise, insbesondere im Rahmen der beruflichen Aus- und Fortbildung, auf die Unzulässigkeit solcher Benachteiligungen hinweisen und darauf hinwirken, dass diese unterbleiben. Hat der Arbeitgeber seine Beschäftigten in geeigneter Weise zum Zwecke der Verhinderung von Benachteiligung geschult, gilt dies als Erfüllung seiner Pflichten nach Absatz 1.

(3) Verstoßen Beschäftigte gegen das Benachteiligungsverbot des § 7 Abs. 1, so hat der Arbeitgeber die im Einzelfall geeigneten, erforderlichen und angemessenen Maßnahmen zur Unterbindung der Benachteiligung wie Abmahnung, Umsetzung, Versetzung oder Kündigung zu ergreifen.

(4) Werden Beschäftigte bei der Ausübung ihrer Tätigkeit durch Dritte nach § 7 Abs. 1 benachteiligt, so hat der Arbeitgeber die im Einzelfall geeigneten, erforderlichen und angemessenen Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten zu ergreifen.

(5) Dieses Gesetz und § 61b des Arbeitsgerichtsgesetzes sowie Informationen über die für die Behandlung von Beschwerden nach § 13 zuständigen Stellen sind im Betrieb oder in der Dienststelle bekannt zu machen. Die Bekanntmachung kann durch Aushang oder Auslegung an geeigneter Stelle oder den Einsatz der im Betrieb oder der Dienststelle üblichen Informations- und Kommunikationstechnik erfolgen.

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