Ankreidung Nr.165

Ich habe eine Story, die mir selbst vor ein paar Wochen passiert ist, die ich mit euch teilen wollte…
Ich (16) war bei meiner Oma, als es schellte. Ich ging, um die Tür zu öffnen. Vor mir stand ein Kellner des Restaurants von nebenan (ich war etwas verwundert, da das Restaurant meiner Oma zwar öfter das Mittagessen bringt, sie aber an dem Tag schon gegessen hatte). Der Typ war vielleicht um die 30 Jahre alt und wusste, dass ich bei meiner Oma war, da ich ihn vorher schon gesehen und gegrüßt hatte. Ich kannte ihn also vom Sehen, und er hatte einen Eisbecher für meine Oma in der Hand, um welchen niemand gebeten hatte. Ich fand das Ganze also generell schon etwas aufdringlich. Meine Oma war noch in ihrer Wohnung, ich stand also mit dem Typen alleine im Hausflur und er kam wie selbstverständlich rein, fasste mir aufdringlich an die Wange, kam mir unangenehm nah und starrte mich ekelhaft an.

Hierbei handelt es sich nicht um eine nette Geste oder um Fürsorge.
Es handelt sich um eine Grenzüberschreitung.
Wenn man etwas tut, dann muss man sich überlegen, wie es bei dem Gegenüber ankommt. In sozialen Interaktionen müssen alle Akteure und ihre Gefühle beachtet werden.

Bekannt und simple, aber korrekt:
Stell dir vor, eine fremde Person würde das bei dir/ deinem Kind/ deine:r Partner:in machen. Wäre das okay?

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